Brief an die Nation: Ja, ich bin noch da!
Ich gebe zu, lange hat sich an dieser Stelle wenig getan (einige würden laut rufen: „Du Lügner, es hat sich nicht ‘wenig getan’ – tatsächlich hat sich NICHTS getan!“; Nun ja, wie man die Realität eben wahrnehmen möchte…).
Es hat sich also sehr wenig-wenig getan auf diesem Blog. Da ich gerade in einer kleinen Revoluzzer-Phase stecke sage ich aber: Na und! Mut zum Nichtstun! Ein Hoch auf die negative Informationsfreiheit! Ein Hoch auf das Recht zum Schweigen! Ein Hoch auf Keine-berichtenswerten-Erlebnisse-haben!
Tatsächlich dödelten die letzten Wochen nur vorsich hin wie ein lahmer Hund, der die Straße entlangtrotet und eigentlich darauf wartet, angefahren zu werden, doch feststellen muss, dass kein einziges Fahrzeug entlangkommt (Nein, ich möchte nicht angefahren werden; bin ja auch kein Hund. Die Kollision mit dem Auto steht hier symbolisch für ein spannendes, außergewöhnliches Event).
Statt ein paar Autos fuhren in den letzten Wochen bloß ein paar Fahrräder am Hund vorbei (um in der schrägen Metapher zu bleiben) (und von Fahrrädern kann man nun wirklich nicht sonderlich effektvoll angefahren werden, ihr wisst schon, spritzendes Blut und fliegende Gedärme und so).
Folgende Mini-Ereignisse der letzten Zeit sind es wirklich nicht wert erwähnt zu werden bzw. waren irgendwie nicht blogreif (bis jetzt, man sieht wieder einmal, ist immer eine Frage der Darstellung)
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Ein Semesterzwischentest im Photographiekurs läuft nach folgendem Schema ab:
1. Email mit 9 relevanten Testfragen (inkl. Antworten) vom Dozenten erhalten
2. Fragen + Antworten ausdrucken
3. Fragen + Antworten lernen
4. Fragen + Antworten im Kurs kurz vor dem Test nochmal durchsprechen
5. Fragen + Antworten (1 zu 1) aufschreiben (= Test)
6. Nach 20 Minuten Blatt mit den 9 Fragen und Antworten abgeben
7. Fertig und mutmaßlich bestanden
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Beim regelmäßigen Durchblättern meines kleinen Englisch-Deutsch/Deutsch-Englisch-Wörterbuches fallen komischerweise in den Kopfzeilen immer die gleichen Wörter auf. Und komischerweise sind die regelmäßig auffallenden komischerweise immer gleichen Wörter in den Kopfzeilen ziemlich beknackt und lassen an der Stichwortauswahl dieses kleinen gelben Buches arg zweifeln.
Eine kleine Auswahl:
Enthaarungscreme, bekiffen, Brechreiz, Entbindung, gaffen, Helmpflicht, klarkommen, Lymphdrüse, Pollenflug, rülpsen, Schrubber, Selbstbefriedigung, Tai Chi, Urologe, Voicemail, Vorhaut
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Um mich gedanklich von der im späten Frühjahr anstehenden Diplomarbeit (=Theorie, Schreiben, Literatur wälzen) abzulenken, gestalte ich meinen Unialltag hier mit allerlei praktischen Albernheiten. Im Kurs ‘Documentary Film’ produziere ich – richtig geraten – einen Dokumentationsfilm. Zusammen mit meinem Filmpartner Ralph portraitiere ich das Leben eines Geschäftsmannes, der einmal großes Geld verdient hat und nun, mit seinen 50 Jahren, langsam realisiert, dass der große Erfolg vorbei ist: Seine 5 Filialen, in denen er eine spezielle philippinische Milcheisspeise verkauft, machen kaum noch Gewinn.
Die eigentlichen Dreharbeiten sind nach nun drei Wochen vorbei. Seit zwei Tagen erfahren wir, wie sich ein Tag ohne Sonne anfühlt – beim Schneiden des 700-Minutenmaterials am Schnitt’studio’ der Uni.
Und für die Visuellos (Visual-Junkies) unter Euch, ein Foto mit unserer Filmausrüstung: Hui, toll was…

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Seit einer Woche bin ich der stolze Besitzer einer DVD mit der gesamten ersten Staffel der Kult-Serie ‘Knight Rider’. Seit einer Woche frage ich mich auch, warum ich diese Serie in meiner Kindheit so toll fand. Wow, ist das ein trashiger Kultschrott. Wer auf schlechte Dramatik, einen schleimigen Hasselhof und staubige Straßen steht, der kann mich ab April um die zeitlich begrenzte Leihgabe dieser DVD bitten.
>>>>>>>zapp<<<<<<<<
Am Donnerstag gehts für vier Tage nach Hongkong. Der Hund wechselt also von der Dorfstrasse auf die Autobahn. ;-)
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Erinnert Ihr Euch noch an den Blogeintrag ‘Wandschmuck’ vom 9. Dezember? Erinnert Ihr Euch noch an den Cerealien-Wandschmuck am Esstisch? In unserer Manila-WG haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, alle moeglichen Fruehstuecksknusperfreunde zu sammeln und an die Wand zu bringen, die uns in der Zeit hier in die Finger kommen. ‘Progress’ ist was Feines: Aus vier labbrigen Bildern ist eine gigantische Galerie geworden. Watch that!

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1 Kommentar
18, Februar, 2008 um 2:07
Hallo Marc,
ich hab heute den passenden Artikel zu eurer Wanddekoration gefunden ;)
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1389/lsd_zum_fruehstueck.html
Viele Grüße
Annelie